Linda Castillo – Die Zahlen der Toten (Kate Burkholder #1)

Thriller

 

Verlag: Fischer Taschenbuch

Umschlaggestaltung: bürosüd°, München

Umschlagcover: Bill Coleman

ISBN-13: 978-3-596-18440-8

Seiten: 432 Seiten

Erschienen: 4. August 2010

Originaltitel: „Sworn to Silence“

Übersetzerin: Helga Augustin

Gelesen: 6/2015

  

Zum Inhalt

„Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück? Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.“ (Quelle: Verlagsseite)

 

Meine Meinung

Ein toller Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte und in dem es wirklich von der ersten bis zur letzten Seite spannend war!

Schon der Einstieg ist packend und fesselnd, denn man wird Zeuge eines brutalen Mordes – was die Ermittlerin Kate Burkholder noch nicht weiß: dies wird nicht der einzige Mord bleiben. Denn es handelt sich um einen grausamen Serienkiller, der in einem verschlafenen Nest in Ohio sein Unwesen treibt. So spannend es schon zu Beginn ist, so fesselnd bleibt es auch die ganze Zeit. Eine Aktion folgt der nächsten, immer passiert etwas Neues und als Leser hat man kaum Zeit, Luft zu holen -  und das meine ich im positiven Sinne. Alles läuft auf das große Finale hin – und auch hier hat es an knisternder Spannung nicht gefehlt. Nur schien mir das Ende dann doch ein wenig zu abrupt – da hätte ich mir ein paar mehr Seiten durchaus gut vorstellen können.

Die Charaktere entspringen zwar oft typischen Klischees, dennoch aber waren mir Kate und Tomasetti beide sympathisch. Gerade Kate geht mit sich und anderen nicht zimperlich um, manchmal greift sie zu unkonventionellen Methoden und doch blinzelt durch die unnahbare Fassade, die sie stets zu wahren versucht, doch auch eine verletzliche Frau hindurch. Als Kind in einer amischen Familie großgeworden, hat sie sich als junge Frau für ein Leben außerhalb dieser Gemeinschaft entschieden. Und trotzdem verbindet sie immer noch etwas mit ihrer Familie, ein Geheimnis, das im Laufe des Buches noch eine große Rolle spielt. Auch Tomasetti habe ich ins Herz geschlossen, obwohl er doch arg dem Klischee des kaputten Polizisten entspricht, der nach Verlust seiner Familie Drogen und Alkohol verfallen ist. Auch er hat eine kühle Fassade, hinter der sich aber das Herz am rechten Fleck befindet. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die beiden in den nächsten Fällen noch entwickeln werden.

Der Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen, knapp und präzise verliert er sich nicht in unsäglichen Beschreibungen. Er schafft eine düstere und bedrohliche Atmosphäre, die wunderbar zu der Geschichte passt. Mich hat es nicht gestört, dass das Buch im tiefen Winter spielt, Schnee und kalte Winde die Szenerie beherrschen, wer so etwas aber nicht im Sommer lesen mag, sollte mit der Lektüre von „Die Zahlen der Toten“ auf den Winter warten. Geschrieben ist der Thriller meist im Präsens aus Sicht Kates als Ich-Erzählerin. Dadurch fühlte ich mich nochmal mehr in ihre Situation versetzt, was aber nicht dazu geführt hat, dass ich alle ihre Handlungen verstanden habe. Merkwürdig fand ich aber die immer wieder eingestreuten Kapitel aus Sicht anderer Figuren, die dann von einem allwissenden Erzähler und in Vergangenheitsform geschrieben waren und über die ich immer wieder gestolpert bin – diese andere Erzählform hat meinen Lesefluss irgendwie gestört. Spannend war es aber trotzdem und ich bin neugierig auf die weiteren Fälle um die sympathische Ermittlerin Kate Burkholder.

 

Mein Fazit

Sehr gute Unterhaltung für zwischendurch, spannend und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite und ein interessanter Plot, der neugierig macht auch auf die weiteren Bücher rund um die sympathische Ermittlerin Kate Burkholder. Der flüssige und angenehme Schreibstil hat nicht nur eine bedrohliche Atmosphäre geschaffen, sondern die Seiten nur so dahinfliegen lassen. Das Ende fand ich dann zwar etwas abrupt, hat aber die Geschichte zu einem guten Abschluss gebracht. Ich bin gespannt auf die weiteren Fälle und gebe diesem hier gute 4/5 Sternen.

  

Reihe um Kate Burkholder

1. Die Zahlen der Toten

2. Blutige Stille

3. Wenn die Nacht verstummt

4. Tödliche Wut

5. Teuflisches Spiel

6. Mörderische Angst 


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