November 2012

Ein Monatsrückblick der anderen Art, ins Leben gerufen von der lieben Astrid. Hier geht es darum, mal zurückzublicken - in meinem Fall ein Jahr – und zu schauen, was man wie bewertet hat. Und was ist von einem Buch oder Hörbuch eigentlich geblieben? War es gut und fällt mir sofort wieder die Geschichte ein? Oder – schlimmer noch – war es toll und ich weiß trotzdem nicht mehr, um was es ging? Und was ist mit den Flops – was bleibt von denen übrig, wenn mal ein Jahr vergangen ist. Um es kurz zu machen: „Still in mind“ oder doch eher „Slipped my mind“?

 

Heute schaue ich auf den November 2012 zurück. Ich hatte mit dem Bloggen gerade erst begonnen und meine Rezensionen sind noch eher kurz und knapp. Jetzt muss ich beim Drüberlesen oft schmunzeln, was ich da so geschrieben habe, aber mal sehen:

 

Das erste Buch „Rainer Moritz – Madame Cottard und eine Ahnung von Liebe“ – ich erinnere mich noch an das tolle Cover, ich fand’s total französisch und ich mag französische Romane. Dieser hier hat mich dann eher enttäuscht – langatmig und zäh hab‘ ich die Geschichte empfunden und das ist es auch, was geblieben ist. Gedacht hab ich noch „Ein deutscher Autor kann halt keine französischen Romane schreiben“ – und fand mich mit diesem Buch bestätigt. Für mich daher „Still in mind“ – leider im negativen Sinne.

 

„Guillaume Musso – Weil ich dich liebe“ – mein erstes Buch von Musso und ich habe ihm volle 5 Sterne gegeben. Ich fand’s toll beim Lesen, nur im Verlauf war es mir dann doch sehr abstrus. Und als das Ganze dann auch noch im Kitsch zu enden drohte, wurde die Geschichte entworren und aufgelöst. So genau kriege ich den Inhalt aber leider nicht mehr hin – ich weiß nur noch von mehreren Schicksalen, die nachher irgendwie zusammenliefen. Reicht das für ein „Still in mind“? Ich glaube eher nicht. Daher „Slipped my mind“.

 

Hochgelobt war dieses Buch, oft habe ich es in Videos und Rezensionen gesehen, deshalb wollte ich es auch lesen „Beastly - Alex Flinn“. Die Schöne du das Biest – und das in der heutigen Zeit. Ich fand’s nett, nicht mehr und nicht weniger. Und an mehr kann ich mich auch nicht mehr erinnern. Heute weiß ich, dass Fantasy einfach nicht mein bevorzugtes Genre ist. Nochmal lesen würde ich es nicht. Daher eher „Slipped my mind“.

 

Beim nächsten Buch weiß ich noch, dass ich mich sehr geärgert habe und keine Sterne vergeben habe. Den zweiten Teil der Dunklen-Mächte-Trilogie „Seelennacht“ von Kelley Armstrong mochte ich gar nicht und dann endete er noch mit einem bösen Cliffhanger – aus Neugierde und nur deshalb habe ich schließlich doch noch den letzten Teil gelesen. Den habe ich dann wieder gut bewertet – warum, weiß ich auch nicht. Um was es in diesem Buch ging – keine Ahnung, ich weiß es wirklich nicht mehr. „Slipped my mind“.

 

Lebendig begraben und dann elendig verstorben – das ist meine Quintessenz dieses Hörbuches. Zwischendurch fand ich es sehr langatmig und war drauf und dran, es abzubrechen. Erst zum Schluss wurde es spannend, aber das konnte das Hörbuch leider nicht retten. Ich rede von „Lisa Jackson – Ewig sollst du schlafen“ – leider ebenfalls „Still in mind“ – im negativen Sinne.

 

Auch beim nächsten Buch kann ich mich nur schwach an den Inhalt erinnern. Nicci Gerard: „Als wir Töchter waren“. Aber ich weiß noch, dass es mir gefallen hat und dass es um ungleiche Schwestern ging, die sich nach dem Tod der Mutter zusammenfinden. Das Cover finde ich auch jetzt noch ansprechend – damals habe ich das Buch wohl genau deshalb gekauft. Aber ich würde es noch mal lesen, deshalb vergebe ich für die gebliebenen guten Gefühle mal ein „Still in mind“.

 

„Ricarda Martin – Das Tal der Lügen“ – dieses Buch verdient den Stempel „Still in mind“. Mich hat es beim Lesen sehr gefesselt und ich kann mich an viele Passagen wirklich noch gut erinnern. Besonders die Überfahrt auf dem Schiff hat mich beeindruckt, und hier kann ich mich auch noch an Details erinnern. Ich bin wirklich versunken in dem Buch und habe mitgefiebert mit Lorna, auch wenn mir manchmal ihre Naivität auf die Nerven ging.

 

Von Nina Blazon hatte ich auch schon vieles gehört, da wurde es Zeit, endlich auch mal was von der Autorin zu lesen/hören. Ich hatte das Hörbuch „Zweilicht“ als Mängelexemplar ergattert und war sehr gespannt. Und was weiß ich noch? Dass ich es schlecht und sehr verwirrend fand, zwei Welten, die ich nicht auseinander halten konnte und Figuren, von denen ich nicht mal die Namen eindeutig zuordnen konnte. Mmh – ich hab wirklich Magengrummeln, wenn ich an dieses Hörbuch denke, und überhaupt keine Motivation, noch was anderes von der Autorin zu lesen. Schade – aber das Hörbuch ist „Still in mind“.

 

Den Abschluss des Monats bildete ein Buch von Anna Gavalda „Ich habe sie geliebt“. Obwohl ich es mit 4 Sternen bewertet habe, kann ich mich kaum dran erinnern. Das gibt mir zu denken. Aber ich muss gestehen, dass es Bücher gibt, die ich wegen des Schreibstils total gerne mag – vielleicht war das so eines? Dennoch – eher „slipped my mind“.

 

So – das war mein erster Monatsrückblick der anderen Art. Und es ist gar nicht so leicht, sich zu entscheiden. Eins ist mir aber aufgefallen: selten weiß ich noch Genaueres zum Inhalt, nur noch so den groben Rahmen. Aber oft verbinde ich noch ein Gefühl mit den Büchern, ich weiß noch genau, ob es mich begeistert hat oder ob ich enttäuscht war. Und das auch noch nach vielen Jahren. Eigentlich traurig, dass ich die Geschichte so schnell vergesse. Oder geht euch das auch so?

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Astrid (Aisling Breith) (Montag, 11 November 2013 23:48)

    Anscheinend gehen unsere Lesegeschmäcker auseinander. Das Einzige, das mir was sagt ist Beastly, weil ich den Film schon zwei mal gesehen habe. ich mag Alex Pettyfer einfach. Ich möchte es irgendwann noch mal lesen.
    Ah, Zweilicht habe ich nicht gelesen, aber es gibt von Nina Blazon "Faunblut", das fand ich super.

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