Dezember 2012

Ein Monatsrückblick der anderen Art, ins Leben gerufen von der lieben Astrid. Hier geht es darum, mal zurückzublicken - in meinem Fall ein Jahr – und zu schauen, was man wie bewertet hat. Und was ist von einem Buch oder Hörbuch eigentlich geblieben? War es gut und fällt mir sofort wieder die Geschichte ein? Oder – schlimmer noch – war es toll und ich weiß trotzdem nicht mehr, um was es ging? Und was ist mit den Flops – was bleibt von denen übrig, wenn mal ein Jahr vergangen ist. Um es kurz zu machen: „Still in mind“ oder doch eher „Slipped my mind“?

 

Im Dezember 2012 hatte ich schon deutlich mehr gelesen als die Monate zuvor und wenn ich jetzt so über die Liste schaue, fällt mir spontan nicht zu jedem Titel etwas ein … Kein gutes Zeichen. Aber mal sehen:

 

Das erste Buch ist „Tränen der Vergangenheit“ von Richard Paul Evans. Der Titel sagt mir erst mal nicht viel, aber nach Lesen des Klappentextes fällt mir auch wieder die Geschichte ein. Es war das zweite Buch von Richard Paul Evans und mir hatten der Protagonist und die Umgebung sehr gut gefallen. Alles hat mich an einen einsamen Cowboy irgendwo in einer Goldgräberstadt erinnert und ein wehmütiges Gefühl bei mir hinterlassen. Auf jeden Fall ein Buch, das mir in Erinnerung geblieben ist!

 

Beim zweiten Buch muss ich nicht lange überlegen – „Der Anfang von allem“ von Jutta Richter ist eine Interpretation der Entstehungsgeschichte des Menschen. Aber viel mehr weiß ich auch schon nicht mehr. Meine Rezi ist eher kurz und richtig gut weggekommen ist das Buch dabei nicht. Das Lesen hat mir keine große Freude gemacht und nur, weil es so kurz war, habe ich es dann zu Ende gelesen. Eher ein Buch, das in die Kategorie „slipped my mind“ gehört.

 

Das nächste Buch habe ich zwar noch als „tolles Buch“ in Erinnerung, aber irgendwie kann ich mich auch nach intensivem Nachdenken nicht an den Inhalt erinnern bzw. nur noch sehr sehr wage. Traurig – ich weiß nur noch, dass ich das Buch verschlungen habe und ich sehr begeistert war. „Wo das Glück zu Hause ist“ von Lesley Pearse. Dies war das erste Buch der Autorin, was ich gelesen habe und danach folgten noch weitere. Hier geht es um eine junge Frau im 19. Jahrhundert, die ihren Weg abseits der Norm geht und dabei Schwierigkeiten und Erfahrungen sammelt. Es tut mir wirklich in der Seele weh, aber dieses Buch ist „slipped my mind“.

 

Das nächste Buch ist mir wieder mehr in Erinnerung: „Der Gedankenleser“ von Jürgen Domian. Was zuerst wie ein Traum erscheint, nämlich die Gedanken anderer lesen zu können, wird bald zum Alptraum, so dass der Protagonist bald die Einsamkeit sucht und die Menschen meidet. Vor allem an die tolle Schneelandschaft in einer menschenleeren Gegend kann ich mich noch gut erinnern.

 

Vom nächsten Buch weiß ich nur noch, dass es zu einer Trilogie gehört und ich könnte nicht mal sagen, welcher Teil es eigentlich ist: „Höllenglanz“ von Kelley Armstrong. Irgendwas mit paranormalen Jugendlichen, aber mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Erstaunlich, wie positiv meine Rezension ausgefallen ist…

 

Die nächsten beiden Bücher will ich mal zusammen fassen, denn es ist eine Dilogie und gekauft habe ich beide Bücher wegen der wunderschönen Cover. „Am ersten Tag“ und „Die erste Nacht“ von Marc Levy. Das ist aber auch schon fast alles, was ich noch weiß. Ein Paar auf der Suche nach irgendwas, dabei reisen sie einmal um die ganze Welt – irgendwie so war die Geschichte. Doch Näheres fällt mir einfach nicht mehr ein. Schade, denn eigentlich hatte ich beide Bände gut bewertet. Doch eins ist geblieben – ich finde die Cover immer noch wunderschön!

 

Der nächste Titel ist mir noch deutlich in Erinnerung, nur leider in negativer, denn ich fand das Hörbuch furchtbar: „Zeit deines Lebens“ von Cecelia Ahern. Völlig überzogene Geschichte, an den Haaren herbeigezogen und die Botschaft wird wieder und wieder mit erhobenem Zeigefinger präsentiert – komisch, dass ich dem Hörbuch doch noch knappe 3 Sterne gegeben habe…

 

Wieder ein Buch, von dem ich fast nichts mehr weiß: „Die Wahrheit über Alice“ von Rebecca James. Zwei Mädels, die zunächst eng befreundet sind, sich aber nachher heftigst zerstreiten. Aber warum? Ich weiß es nicht mehr… Gelesen hatte ich es, weil ich viel Gutes dazu gehört hatte, und auch ich habe dem Buch 4 Sterne gegeben. Aber dennoch ist mir von der Geschichte nicht wirklich viel geblieben – eindeutig „slipped my mind“.

 

Das letzte Buch ist wieder bei mir haften geblieben – nur leider im negativen Sinne, denn es hat mir gar nicht gefallen und meine hohen Erwartungen, die ich nach zwei tollen Büchern von Richard Paul Evans hatte, wurden gnadenlos enttäuscht. Ich spreche von „Für alle Zeit“. Zur Geschichte weiß ich mal wieder nicht viel, nur so viel, dass ich beim Lesen gelangweilt war und es nicht fassen konnte, von einem geliebten Autor so enttäuscht zu werden. Heute muss ich darüber lachen – aber das Buch ist „still in mind“.

 

Das war mein Rückblick auf den Dezember 2012 und wieder stelle ich fest, dass ich zwar selten den genauen Inhalt einer Geschichte widergeben kann, ich aber immer ein Bauchgefühl zu einem Buch habe – egal, ob gut oder schlecht. Dass ich zu einem Buch gar nichts mehr weiß, ist bisher nicht vorgekommen. Vielleicht ist dazu aber auch die Zeitspanne zu kurz. Schade, dass ich im Jahre 2011 noch keinen Blog hatte – ob ich zu den Büchern dann auch noch so viel wüsste?

 

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